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Mehrwert vernichten und Importe fördern!?

Donnerstag, 10. September 2020

Es vergeht kaum eine Woche ohne eine neue Schnapsidee bzw. weitere Einschränkungen der Nutztierhaltung. Während die AP22+ den Hebel bei den Düngergrossvieheinheiten ansetzt, ist es jetzt das BLV mit dem direkten Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Keine Massentierhaltung in der Schweiz». Danach sollen alle Nutztiere in besonders tierfreundlicher Stallhaltung (eingestreut) und mit regelmässigem Auslauf gehalten werden. Und im Gegensatz zur Initiative sollen aber für Importe keine Vorschriften gemacht werden …

 

50% der Schweine (GVE) werden bereits heute mit Auslauf und 66% in BTS-Ställen gehalten. Der Bund zahlt für diese Mehrleistungen jährlich ca. 35 Mio. Am Markt können gut 30 Mio. Franken für Labeltiere generiert werden. Dieser Betrag könnte sogar deutlich höher sein, denn nur etwa 60% der Labelschweine können auch mit Mehrwert verkauft werden. Die Produktion wäre bereit, die Konsumentinnen und Konsumenten sind es nicht, Tendenz sinkend!

 

Bisher haben die Labelproduzenten mit Mehrleistungen und Mehrkosten gegenüber dem gesetzlichen Standard ein Produkt erzeugt, das sich auch gerechnet hat. Wenn nun der Staat einfach den Standard massiv erhöht, werden den Produzenten mehr als 60 Mio. jährlich entzogen. Ganz zu schweigen von jenen Millionen, welche die QM-Betriebe investieren müssten, um überhaupt noch in der Produktion bleiben zu können. Die Stossrichtung, weniger Nutztiere mit möglichst hohem Tierwohl, deren Produkte so teuer werden, dass sie kaum noch jemand kauft, wird zu Verhältnissen wie in Schweden führen. 60% Selbstversorgung und der Rest wird möglichst günstig und ohne Vorschriften importiert. Aus den Augen, aus dem Sinn – einfach nicht ehrlich!

 

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