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Marktbericht Schweizer Bauer

Autor: Noldi Windlin, Präsident FAK Markt

Freitag, 14. August 2015

Herrliches Grillwetter

 

Trotz guter Grillsaison- die Schweineproduzenten hatten in diesem Sommer an den Marktpreisen wenig Grund zur Freude. Bei den Schlachtsauen waren Fr. 3.80 pro kg SG das höchste der Gefühle. Bereits in der KW 32 und KW 33 folgte mit zweimal 10 Rappen Preisabschlag pro kg SG auf aktuell Fr. 3.60/kg SG ein herber Schlag für die Produzenten. Trotz relativ freundlicher Nachfrage und flüssigen Absatz im QM-Schweinemarkt blieben die Preise über den ganzen Sommer auf unterdurchschnittlichem Preisniveau. Im Vergleich mit dem vergangenen Jahr liegt der durchschnittliche Preis für QM-Schlachtschweine bis KW 33 bei Fr. 3.54 und somit genau einen Franken tiefer als in der gleichen Vorjahresperiode. So können keine kostendeckenden Erlöse generiert werden und die Schweinemäster kommen zunehmend in die Verlustzone. Im Gegensatz zum QM-Schweinemarkt fanden IPS- Schlachtschweine nicht immer den gewünschten Absatz und verzeichneten Überhänge. Zusätzlich ist das Volumen deutlich höher als in den vergangenen zwei Jahren. Gemäss Proviande erhöhte sich die Anzahl klassifizierte Schweine bis Woche 30 um 2.2 Prozent gegenüber der gleichen Periode im Jahr 2014. Im Vergleich mit dem Jahr 2013 erhöhte sich die Produktion gar um 3.7 Prozent bei den klassifizierten Schweinen. Der Inlandanteil im Jahr 2015 liegt aktuell bei 97 Prozent. Die Reduktion der Anzahl Muttersauen ist ein Muss. Erst dann gibt es wieder einen Arbeitsverdienst.

Wie der Mäster macht auch der Schweinezüchter schwere Zeiten durch. Seit Mitte April werden gemäss Meldungen von Handel und Vermarktern kleine bis mittlere Überhänge verzeichnet. Auch hier ist der Rückstau bei den IPS- Jagern am grössten. In den vergangen drei Monaten musste ein Preisrutsch von Fr. 6.80 auf Fr. 3.90 in Kauf genommen werden.

Ein Licht am Ende des Tunnels scheint auf dem Schweinemarkt nicht in Sicht. Die ganze Marktsituation erinnert stark an die noch nicht unweit zurückliegenden schlechten Marktjahre 2011 und 2012. Ein unschönes und unnötiges Déjà-vu für die Schweineproduzenten.


 

 

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