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Schlussspurt / Dernière ligne droite

Dienstag, 1. Juni 2021

Am 13. Juni ist es soweit: Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger entscheiden über die beiden Agrarinitiativen.
Unzählige Medienbeiträge, Fachartikel und die SRF-Arena haben die unterschiedlichen Haltungen der Befürworter und Gegner der Initiativen aufgezeigt. Für mich ist klar: Die sachlichen Argumente überzeugen zu 100%, um die beiden Initiativen abzulehnen. In der letzten Phase vor dem Abstimmungstag müsst ihr in eurem privaten Umfeld kritische Konsumenten aufspüren und das konstruktive Gespräch suchen.


In den vielen Diskussionen kam bisher zu wenig zum Vorschein, was die Schweizer Landwirtschaft in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion beigetragen hat: Hofdüngerverteilung, Reduktion der Antibiotika in der Tierhaltung, Reduktion der Pflanzenschutzmittel, Erhöhung der Biodiversitätsflächen, höhere Tierschutzanforderungen, Verwertung von Nebenprodukten, Mengenerhöhungen bei IP-Suisse, Einsatz von nachhaltigem Soja, etc. Ich frage mich, ob bei den neuen Ernährungstrends, z.B. mit extrudiertem Soja, dieselben Nachhaltigkeits-Kriterien erfüllt werden wie beim Einsatz von Soja-Nebenprodukten in der Fütterung.


Die Initianten machen eine Fehlüberlegung: Wenn ein KMU Geld verdient, investiert es mehr Geld und Ressourcen
in nachhaltige Projekte, weil diese am Anfang oft mit Investitionen verbunden sind. Dies ist bei einem Landwirtschaftsbetrieb nicht anders. Mit der drohenden Streichung der Direktzahlungen, welche unsere Leistungen bei der Ökologie und beim Tierwohl abgelten, erreichen die Initianten genau das Gegenteil von dem, was sie eigentlich wollen.


Ich freue mich, mich für die Schweizerischen Schweinehalter einzusetzen! Mein Start als Geschäftsführer von
Suisseporcs beginnt für mich mit einem Schlussspurt.


Stefan Müller, Geschäftführer Suisseporcs


Derniére ligne droite_F.pdf