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37. DV in Tavannes BE

37. DV in Tavannes BE

Meinrad Pfister einstimmig gewählt

Freitag, 16. Mai 2014

Neben der Schweineproduktion sind der Anbau von Speisekartoffeln und eine Biogasanlage weitere Standbeine des Betriebes. Der neue Präsident ist in der Branche bestens vernetzt und amtet derzeit noch als Verwaltungsratspräsident der SUISAG. Auf die GV im Juni wird er dieses Amt abgeben.
Er rief die Delegierten und Partner dazu auf gemeinsam zu handeln, um die Branche vorwärt zu bringen. "Die Zeit der Alleingänge ist vorbei", so Pfister. "Die Mitarbeiter der Geschäftsstelle und ich als Präsident, können nur mit Ihrer Unterstützung erfolgreich arbeiten. Wir sind dringend darauf angewiesen, dass die Basis uns trägt", sagte Pfister.
Zudem machte er den anwesenden bewusst, dass es nicht nur den einen Weg gebe, der die Schweineproduzenten in die Zukunft führt. "Die Mehrheit der Basis wird der Geschäftsstelle und mir als Präsidenten den gewünschten Weg aufzeigen müssen", sagte Pfister.
Er wünscht sich starke Produzenten, welche unabhängige Entscheidungen treffen können. Dazu sagte er: "Abhängigkeiten sind für ein freies Unternehmertum Gift. Durch die zunehmende Fremdfinanzierung vieler Betriebe, nehmen wir Produzenten auch eine immer grössere Abhängigkeit gegenüber Banken, Vermarktern oder Futtermühlen in Kauf. Auf lange Frist sind freie Produzenten auch für unsere Partner ein Gewinn, davon bin ich überzeugt."
Er freue sich auf die neue Aufgabe und verspüre eine grosse Motivation, sich für die Schweineprioduzenten einzusetzen.
 

Seit vergangenem Juli hatte Andreas Johner das Präsidentenamt ad interim ausgeführt, nachdem Ulrico Feitknecht zurückgetreten war. Johner trat mit der Delegiertenversammlung nach 13 Jahren aus dem Zentralvorstand der Suisseprocs zurück und wurde von der Versammlung verabschiedet. Neu in den Vorstand gewählt wurde Urs Haslebacher, Präsident Sektion Mittelland-West, aus Lohnstorf.
 
Im Anschluss an die statutarischen Geschäfte, die allesamt reibungslos verliefen und in Einstimmigkeit verabschiedet wurden, hielt Luzius Wasescha, Präsident der Interessengemeinschaft Agrarstandort Schweiz (IGAS) und ehemaliger WTO-Botschafter der Schweiz, ein Referat zum Thema Marktöffnung. Er sei nicht hier, um für die Marktöffnung zu predigen, sondern zu sagen, dass die Marktöffnung komme.  Wasescha betonte auch, dass die bisherigen Freihandelsabkommen mit Staaten abgeschlossen wurden, die keine grossen Agrarexporteure seien. Als Beispiele nannte er Japan und China. Allerdings werde sich das nun ändern, wenn sich der Bundesrat daran macht, mit Brasilien zu verhandeln.
 
Der Landwirtschaft legte er nahe, aktiv zu bleiben und nicht in der Reaktion zu verharren. "Es gibt Entwicklungen die können sie beeinflussen, wenn sie sich früh genug auf die Socken machen. Sonst müssen sie Lösungen erdulden, die irgeneiner, der mal studiert hat, ausgeheckt hat und sich daran ergeilt, weil er wieder zehn neue Formulare geschaffen hat", sagte Wasescha.
 
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