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Abnahme der landwirtschaftlichen Treibhausgasemmisionen

Freitag, 25. Mai 2018

Abnahme der landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen

 


Die CH Landwirtschaft verursachte im Jahr 2016 Treibhausgasemissionen von rund 5963 kt CO2eq, wie die neuste Publikation des nationalen Treibhausgasinventars zeigt. Dies entspricht etwa 12.4 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen der Schweiz. Mehr als die Hälfte stammte aus der Verdauung der Wiederkäuer, rund ein Viertel aus landwirtschaftlichen Böden und etwa 18 Prozent aus dem Hofdüngermanagement. Da bleibt aus der Schweinehaltung
nicht viel übrig …

Die Landwirtschaft ist mit dem Pflanzen und Futterbau und der Waldbewirtschaftung auch ein wichtiger CO2Reduzierer, das muss auch kommuniziert werden. 1,2 Liter Heizöl ist für die Produktion von 1 kg mineralischem Stickstoffdünger erforderlich. Hofdünger ist viel klimafreundlicher und bringt erst noch organische Substanz zur Bodenverbesserung und wertvollen Spurenelemente für die Pflanzen.

 

2 x höhere CO2 Belastung für Fleisch von Wiederkäuern als für Fisch, Schweinefleisch, Geflügel oder Eier. Treibhausgas in Lebensmittel, 1⁄3 ist vom Konsument (Zubereitung, Kühlung, ...) und 2⁄3 indirekt (Anbau, Transport, Verarbeitung). Der ökologische Vorteil der biologischen Landwirtschaft ist z.B. aufgehoben, falls für den Einkauf von Bioprodukten das Auto verwendet wird. Ein Flug nach Mallorca hat die doppelten CO2 Freisetzung wie ausgiebiger Fleischgenuss über ein Jahr!

 


1 kg Spargel aus Mexiko braucht 5 Liter Erdöl, dies ergibt 15 kg CO2. Gehen sie für 1 kg Kartoffeln auch 100 km zum Einkaufen?

15’282 t CO2Äq./ Jahr werden in der Schweiz ernährungsbedingt jährlich ausgestossen. Davon entfallen:
4% auf die Herstellung der Produktionsmittel
40% auf die landwirtschaftliche Produktion
5% auf den Energiebedarf
9% auf die Verarbeitung der Nahrungsmittel
59% auf die Importe
16% auf Exporte

34% der weltweiten Treibhausgasemissionen aus Tierfutter stammen aus der Rodung. Bei uns werden keine Tierfutter aus Rodungen eingesetzt! CO2 Emmission pro Kopf in to Katar 35, Emirate 20, USA 15.5, Australien 15, Russland 10, Holland 9, Österreich 7, China 6.5, CH 4.5 (Rang 74). Die Schweizer Wirtschaft hat laut IEA diegeringste CO2 Intensität.


Die Schweizer Klimapolitik muss mit Augenmass vorangetrieben werden. Für die bevorstehende Beratung der CO2 Gesetzesrevision ist den Entscheidungsträgern zu wünschen, dass sie die globale Faktenlage berücksichtigen. Die Schweiz verliert im globalen Kontext unvermeidlich weiter an Gewicht. Ihr Anteil am weltweiten CO2 Ausstoss wird nun unter ein Promille sinken, unabhängig davon, welche Massnahmen im Inland ergriffen werden. Dies geht ob des eifrigen behördlichen und medialen Aktivismus allzu oft vergessen.

Klimaschutz beginnt bei weniger Importen von Lebensmitteln. Auch hier findet sich der feine Unterschied.