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Vorwort des Präsidenten

Liebe Mitglieder, Gönner, Partner und FreundMeinrad Pfistere der Suisseporcs

 

Die Kandidatur als Präsident Suisseporcs habe ich mir reiflich überlegt. Ich bin mir bewusst, auf was ich mich da einlasse. Folgende Gründe bewegten mich schlussendlich, mich dieser Heraussforderung zu stellen. 


1.     Ich bin der festen Überzeugung, dass die kommenden Herausforderungen für uns Schweineproduzenten nur gemeinsam mit einem starken Produzentenverband gemeistert werden können. Die Zeiten der Alleingänge Einzelner ist vorbei. 

 

2.     Ich glaube an die Zukunft der Schweizer Schweineproduktion. Die Herausforderungen werden aber gross sein und wir müssen uns ihnen stellen. Wir haben gute Argumente, welche  auch in Zukunft für eine einheimische Schweinefleischproduktion sprechen. Diese müssen wir aber immer und immer wieder vorbringen.


3.     Meine Motivation, mich für die Schweinehalter einzusetzen, ist gross. Diese Arbeit mache ich mit grosser Befriedigung und Freude. Die Suisseporcs arbeitet sehr effizient und ist schlank organisiert. Wir haben zudem mit der SUISAG eine kerngesunde und schlagkräftige Dienstleistungsfirma in Produzentenhänden. Und dies alles zentral in Sempach, inklusive einer eigenen Mastprüfanstalt. Dafür werden wir von unsern ausländischen Produzenten benieden, das höre ich immer wieder.  


Liebe Mitglieder und Delegierte, herzlichen Dank für Ihr Vertrauen welches sie mir mit dieser Wahl entgegenbringen. Ich fühle mich geehrt und es macht mich stolz, mich mit voller Kraft für dieses Amt einzusetzen. 

 

Wie Sie grosse Erwartungen an mich haben, so habe ich nicht weniger grosse an sie, liebe Mitglieder, Delegierte, Freunde und Partner der Suisseporcs.  

 

  • Die Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle und ich als Präsident, können nur mit Ihrer Unterstützung erfolgreich arbeiten. Wir sind dringend darauf angewiesen, dass die Basis uns trägt. Produzenten welche uns nur dazu brauchen, um ihren Frust bei schlechten Schweinepreisen an uns abzulassen oder bei jeder Meinungsverschiedenheit gleich mit dem Austritt drohen, bringen uns nicht weiter.  Kritische Mitglieder sind willkommen, damit habe ich gar keine Mühe. Die Kritik soll aber immer konstruktiv und begründet sein. Solche Kritiker wünsche ich mir sogar und lade sie ein, in unseren Gremien Einsitz zu nehmen. Wer sich angesprochen fühlt soll sich bitte bei mir melden.
 
  • Ich bitte sie, diese Botschaften auch in die Basis zu tragen. Ich bin Realist genug um zu wissen, dass auch ich  ab und zu mein Fett abbekommen werde. Dafür halte ich meinen Kopf hin, mit dem kann ich umgehen. Aber auf die Dauer bringt dies unserer gemeinsamen Sache nichts und ist für alle Beteiligten demotivierend.


  • Es wird nicht den "einen" Weg geben, der uns Schweineproduzenten in die Zukunft führt. Unseren Weg müssen und wollen wir selber gestalten. Die Suisseporcs ist glücklicherweise auf freiwilliger Basis und sehr demokratisch organisiert. Dies verleiht uns jene Unabhängkeit welche wir in Zukunft noch vermehrt brauchen werden. Die Mehrheit der Basis wird der Geschäftsstelle und mir als Präsidenten den gewünschten Weg aufzeigen müssen. Ich bitte sie sich dies immer wieder bewusst zu sein und wünsche mir, dass sie immer auch das Machbare vom Wünschbaren unterscheiden können.


  • Durch die zunehmende Fremdfinanzierung vieler Betriebe,  nehmen wir Produzenten auch eine immer grössere Abhängigkeit gegenüber Banken, Vermarktern oder Futtermühlen in Kauf. Abhängigkeiten sind für ein freies Unternehmertum Gift. Ich wünsche mir starke Produzenten, welche unabhängige Entscheidungen treffen können. Denn nur unabhängig getroffene Entscheidungen,  sind wirklich gute Entscheidungen. Auf  lange Frist sind freie Produzenten auch für unsere Partner ein Gewinn, davon bin ich überzeugt.


Ich werde ein Präsident aller Schweizer Schweineproduzenten sein. In meiner langjährigen Tätigkeit im Zentralvorstand habe ich erlebt, wie verschieden die  Meinungen von West nach Ost in der kleinen Schweiz sein können. Gerade diese Tatsache spricht vielleicht für einen Präsidenten,  der sich für den Mittelweg stark machen kann.  In unserer gelebten Demokratie innerhalb der Suisseporcs erwarte ich, dass die Meinung der Mehrheit respektiert wird und ich als Präsident, habe diese zu vertreten.


Meine Antrittsrede möchte ich mit einem Zitat von Marie Curie beenden: Sie war die erste Frau, welcher die Nobelpreise für Physik und Chemie verliehen wurde.


 " Ich beschäftige mich nicht mit dem was getan worden ist, sondern mit dem was getan werden muss!"


Meinrad Pfister, Präsident Suisseporcs, Mai 2014

 


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